Montag, 11. Mai 2015

Charly ist sauer







Charly ist  sauer bis in die Steinzeit und unheilsvoll kündigt er seiner Menschenmeute folgendes an :

Wenn ihr mi noch einmal so lange warten lassts, könnts die Inneneinrichtung eures Autos danach zammkehren, des sag i euch.












Mit Dank an Julia Kerschbaummayr

Charly und der Beifahrersitz









Charly (räuspert sich):

Der Beifahrersitz ist zerbissen?


Neiiiiiin. Ich weiss von nichts. Ich war die ganze Zeit hier hinten.

Harry-Potter-Fans


Cristian-David und Mimoso (Mimi) haben sich gemütlich auf dem Sofa zusammengekuschelt und lesen die spannenden Abenteuer von Harry Potter.


Mimi aufgeregt: Nun mach schon, blätter endlich um. Ich will wissen, wie es weitergeht.

Cris murmelt: Moment. Ich bin noch nicht so weit.

Mimi ungeduldig:
Du liest vielleicht was von langsam! So brauchen wir Ewigkeiten, bis wir wissen, welche Gefahren Harry bis zum Stein des Weisen bestehen muss.









Zweiköpfige Henne









Zweiköpfige Henne



So kann´s ausgehen, wenn sich zwei Hennen um ein Nest streiten.

Itaca und die Schwebe"siesta"




Katzen haben eine seltene Fähigkeit, etwas  Einfaches kompliziert zu machen. Wie Itaca. Sie praktiziert eine neue Form von "siesta": Vorder- und Hinterpfoten ruhen jeweils auf einem Stein, der Bauch hängt frei im Raum.





Die Schwebesiesta


Sonntag, 26. April 2015

Auch Hennen sind nur Menschen, Teil 1


Auch Hennen sind nur Menschen
Teil 1

Genoveva (braune Henne) und die betagte Valentina (schwarze Henne) spazierten gedankenverloren durch den sonnigen Garten und fanden sich plötzlich auf einem Mäuerchen wieder.



Aber wo Valentina Recht hat, hat sie Recht. Wozu haben Vögel denn Flügel? Genau: zum fliegen. Daher fasst sich Genoveva ein Herz.







Valentina: 

Mädchen, so wird das nichts. Komm mal mit, ich zeigt dir, wie´s geht.










Valentina: 
Jetzt schau mir mal genau zu.

Genoveva ist gespannt.













Genoveva entschieden: 

Also gut. Ich bin auf mich allein gestellt. Ich schaff´ das. Wäre doch gelacht, wenn ein so grosser Vogel wie ich seine Flugangst nicht überwinden könnte. Ich kann das. Ich will das. Ich mach das.  Punktum.










Nicht vergessen, Teil 2 zu lesen!


Auch Hennen sind nur Menschen, Teil 2

                   
Auch Hennen sind nur Menschen        
Teil 2







Doch plötzlich hält sie inne. 













Sie hat bemerkt, dass sie beobachtet wird. Das erhöht den Erwartungsdruck. Und gerade Katzen können ganz spitzzüngige Kritiker sein. Gemein können sie werden.





Und da fliegt, pardon, schiesst sie los!!!! Wehe, wenn Genoveva losgelassen.
Genoveva jauchzt begeistert: Wie ein Adler pflüg´ ich durch den blauen Himmel.  Die Königin der Lüfte bin ich. Schaut nur alle her! Juhuuuuu!!!






Auf der anderen Seite des Weges angekommen, schüttelt sie erst einmal energisch ihr Federkleid durch.










Stolz auf sich dreht sie sich beifallheischend um, doch sie versteinert angesichts dessen, was sie da sieht.











Walkiria, Gwendolin, Valentina und Alberta hat es voll die Sprache verschlagen, angesichts dessen, was sie da eben miterlebt haben.
Alberta murmelt: Mit dieser Witzfigur will ich nichts mehr zu tun haben.
Valentina seufzt: Der ist einfach nicht mehr zu helfen.
Gwendolin stänkert: Die leidet nicht nur an Flugangst, sondern auch an Grössenwahnsinn, unsere Königin der Lüfte.
Walkiria trocken: Wie ein Adler durch die Lüfte pflügen. Das schaffen nicht mal die Ayam-Cemanis. Aber bei denen sollte sie vielleicht mal Flugstunden nehmen, damit sie lernt, wenigstens einigermassen passabel zu fliegen.    
   
(Anmerkung: Die schwarzen Ayam-Cemani-Hühner kommen aus Indonesien und sind ganz ausgezeichnete Flieger)

Tief verletzt und traurig dreht sich Genoveva um und verschwindet im Garten. Ein bisschen Anerkennung hatte sie schon erwartet. Flugangst ist für einen Vogel ein ernst zu nehmendes Thema. Sie fühlt sich vor allem von ihren Freundinnen verlassen. Die höhnischen Katzen können ihr von ihr aus den Buckel runterrutschen.










Hennentroika


Hennentroika







Montag, 20. April 2015

Joyitas Rachegedanken


Joyitas Rachegedanken
(Anmerkung: Dt. Ausprache von Joyita.: Chojita)



Joyita überrascht:

Wie? Ich soll aus der Einkaufstüte raus? Wieso denn?
Hab´ doch gerade so schön darin gespielt. Die Tüte knistert so toll.










Joyita mault:

Blöde Menschen.
Das sind richtige Spielverderber. Nie darf man was.










Joyita droht:

Aber du weisst schon, wo ich jetzt hingehen werde, nicht waaaaahr????

Direkt in die Schublade deiner teuren Seidendessous. Nur damit du´s weisst. Ha. Das hast du nun davon.
Du wirst dir noch wünschen, mich in der Tüte spielen gelassen zu haben.

Heribert, der Kröterich aus dem Kohlfeld, Teil 1: Die Rettung



Heribert, der Kröterich aus dem Kohlfeld 
Teil 1: Die Rettung


An einem beschaulichen Herbstmorgen raschelt es unter den Kohlblättern. Kröterich Heribert ist auf einem Rundgang durch sein Revier.
Was er nicht weiss, dass etwas weiter weg der Traktor, der sein Kohlfeld umpflügen wird, bereitsteht und ihn unweigerlich zerquetschen würde oder ihn so schwer verletzen, dass er an den Wunden sterben müsste.


Doch davon kann er nichts wissen und so läuft er zufrieden mit seinem Krötenleben zwischen Blumenkohl und allerlei Wildgräsern  auf der Suche nach Schnecken und Würmern umher.



Damit sich Heribert aber weiterhin seines Lebens erfreuen könnte, sieht er sich plötzlich in einer Einkaufstüte, in der er mit dem Auto weit weg von dem Kohlfeld gebracht wird, wieder.

Heribert erzürnt: Was soll das denn jetzt? Was macht man hier mit mir?





Dies wird sein künftiges Zuhause sein:
Ein Teich bei einem Bauern aus dem Dorf. Hier ist er sicher vor Traktoren, sonstigen menschlichen Forbewegungsmitteln und dem Menschen selbst. Und durch die Umzäunung kommen auch keine Fressfeinde wie Marder oder Schlangen herein. Besser geht es also gar nicht.








Heribert wird am Teichufer mit dem Schal, der in der Einkaufstüte war, abgesetzt.

Stumm starrt er auf die neue Umgebung und rührt sich nicht.

Heribert schluckt schwer: Wo bin ich denn jetzt gelandet? 



Die Aufregung und Anspannung waren so gross gewesen, dass Heribert erst mal seine Blase entleeren muss. Auf dem Schal  des Menschen, der ihn aus dem Kohlfeld gerettet hat. Nun ja, wofür gibt es Waschmaschinen?







Danach kommt dann Leben in Heribert. Er bringt sich erst einmal in Sicherheit. Er kennt seine neue Umgebung nicht. Überall könnten Feinde lauern.


Heribert: Schnell weg hier. Nicht, dass noch ein Rabe oder ein Reiher des Weges geflogen gekommen und ich sitz da wie auf dem Präsentierteller. Oder diese Menschin hier. Vielleicht denkt die, ich bin ein Frosch und will mich noch küssen, um zu sehen, ob aus mir ein Märchenprinz wird. Wäre ja entsetzlich!





Heribert: Uff. Hier im Gebüsch bin ich erst mal sicher. Wo bin ich überhaupt und was mach ich hier? So glücklich wie ich war in meinem Kohlfeld und jetzt das.
Heribert nimmt Witterung auf. Irgendwie liegt ein ihm bekannter Geruch in der Luft.
Heribert: Hier riecht es nach ´was, was mir bekannt ist.


Heribert beugt sich weiter vor, versucht, dem Geruch eine Richtung zu geben.

Heribert: ..... Ja also, wie..... weiss nicht, wie ich sagen soll .... ich meine, ..... Hier riecht es praktisch wie zu meiner Kindheit, als ich noch eine Kaulquappe war.







Da plötzlich der Moment der Erkenntnis.

Heribert jauchzt:
Klar! Wasser! Es riecht hier nach herrlich modrigem Teichwasser. Unglaublich!
Da stürz´ ich mich doch gleich mal in die Fluten. Meine Güte, wie lange ist der letzte Wasserausflug schon her!


Und schon taucht Heribert ab.

Heribert: 
Aaaah, tut das gut. Wunderbar kühl. Und was es hier alles zu entdecken gibt.










Whoopey, der Teichfisch, frohlockt. Er muss schon lange einsam und allein im Teich seine Kreise ziehen. 
Ausgesetzt von einem verantwortungslosen Menschen, dem er überdrüssig geworden war. Mit Heribert würde er sich gerne den Teich teilen, so käme etwas Abwechslung in sein Leben.





Heribert freut sich seines Lebens. Ja, das ist was anderes als das trockene Kohlfeld. Juhuuuuu. Leben. Zukunft.

Mit voller Kraft pflügt  er durch die Teichfluten.





Irgendwie scheint sich Heribert plötzlich an den Menschen, der ihn hierher gebracht hat, zu erinnern.

Er taucht auf und schaut lange auf die menschliche Figur am Teichufer, die sich fragt, was der Kröterich ihr mit seinem Blick wohl sagen will.






Heribert: 

Echt cool hier. Danke für´s Herbringen.






Danach dreht Heribert geschäftig ab. Für ihn ist die Angelegenheit mit dem Menschen damit erledigt.
Er hat sich schliesslich höflich bedankt. Mehr kann man nicht erwarten.


Er will jetzt erst einmal sein neues Zuhause erkunden.



Nicht vergessen, Teil 2 zu lesen