Montag, 20. April 2015

Heribert, der Kröterich aus dem Kohlfeld, Teil 2


Heribert, der Kröterich aus dem Kohlfeld 
Teil 2: Der Wutausbruch


Doch für den Menschen ist die Angelegenheit noch lange nicht erledigt. Und so findet sich Heribert nach einer langen Teichdurchquerung am gegenüberliegenden Ufer wieder dem Menschen gegenüber, von dem er sich zuvor verabschiedet hat.



Heribert verwundert:

Wie? Schon wieder die? Was will die denn noch hier? Dachte, die wäre schon längst weg.






Heribert grummelt vorwurfsvoll:


Sag mal, ich hab mich doch bedankt, oder? Von mir aus kannst du jetzt verschwinden oder willst du hier Wurzeln schlagen?






Heribert schaut verärgert drein. Wollte er sich doch jetzt gerade gemütlich in die Sonne legen.

Heribert missmutig:
Solange die hier herumlungert, kann ich mich nicht in Ruhe entspannen. Bei Menschen weiss man nie, woran man ist.







Als der Mensch weiterhin keine Anstalten macht, sich davonzumachen, wird Heribert langsam sauer:

Entweder du ziehst jetzt Leine oder ich zeig´ dir, wer hier der Herr im Teiche ist.






Heribert setzt sich drohend auf:

Bitte, du hast es nicht anders gewollt.












Heribert angriffslustig:

Letzte Warnung. Ich pumpe mich jetzt auf und dann kannst du schon mal anfangen zu beten. 










Heribert voll aufgepumpt in seiner besten Angriffstellung, auf allen Vieren, springt immer wieder etwas nach vorn wie um sein menschliches Gegenüber umzustossen.

Vor diesem Wutausbruch hätte jeder andere Kröterich Reissaus genommen.








Heribert zufrieden mit sich:

Na? Beeindruckt? Jetzt hab ich dir aber ´nen gehörigen Schrecken eingejagt, was? 

Ja, wir können nämlich recht gefährlich werden, wir Kröten. Nur, damit du´s weisst.






Allerdings. Der Mensch ist schwer beeindruckt vom Mut dieses kleinen Kröterichs und zuckelt geschlagen von dannen. Immerhin muss man bedenken, dass Heribert nicht mal um ein Kilo auf die Waage bringt und die so kühn gegen 60 kg Menschengewicht entgegenzusetzen, zeugt schon von Courage.


Heribert erleichtert:

Endlich hab´ ich meine Ruhe. Jetzt erst mal gemütlich eine „siesta“ am Teichrand. Ist ja echt toll hier. Und sicher. Und Fressfeinde gibt´s hier auch nicht. Wenigstens keine aus der Luft. Aber da es in Spanien kaum noch Reiher und Raben gibt kann ich mich ohne Angst in die Sonne legen.





















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