Caspers neues Leben
Casper hoppelt glücklich durch den Garten. Fern sind die
Tage, in denen er eineinhalb Jahre zwischen Mastkaninchen in deren
schrecklichen Käfigen aushalten musste.
Bei Eiseskälte und
erbarmungsloser Hitze, bei verfaultem Trockenfutter und abgestandem Wasser. Auf
Gitterstäben, zwischen denen seine Pfötchen ständig
hindurchrutschten.
Casper landete plötzlich dort bei diesem Bauern, weil
ein kleines Mädchen, das sich doch so sehr ein weisses Zwergkaninchen gewünscht
hatte, es nicht mehr wollte. Casper war gewachsen und geschlechtsreif geworden.
Und als richtiger
Hasenhalbstarker wurde er eben auch mal ab und zu ruppig. Er biss und kratzte
beim Spielen, wenn er nicht als lebende Puppe herhalten wollte. Statt, dass die
Mutter des Mädchens, das Häschen verantwortungsvoll zum Tierarzt brachte, um
Casper zu kastrieren, sah sich dieser auf einmal ausgesetzt zwischen Masthasen
bei einem drittklassigen Bauern, der nicht viel von Sauberkeit und
Verantwortung hielt, wieder.
Doch eine rettende
Hand erlöste Casper nach eineinhalb Jahren dahinvegetieren aus dieser Hölle und
gab ihm ein liebendes Zuhause, einen grossen Garten zum herumhoppeln und
Artgenossen, mit denen er sich verständigen konnte.
So muss ein Häschen leben.
Artgerecht, aber an der langen Leine unter Aufsicht. Und nicht als Puppenersatz
für verwöhnte kleine Mädchen, die von den Eltern nicht angeleitet werden,
welche Bedürfnisse Häschen haben.
Nun ist der Alptraum für den kleinen Casper endlich vorbei.
Interessiert und neugierig untersucht er sein neues
Zuhause.
Endlich kann er sein Hasenleben geniessen. Er
schnuppert hier, mümmelt da, hoppelt hin und her, hinauf und hinunter.
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