Samstag, 7. März 2015

Caspers neues Leben


                      Caspers neues Leben




Casper hoppelt glücklich durch den Garten. Fern sind die Tage, in denen er eineinhalb Jahre zwischen Mastkaninchen in deren schrecklichen Käfigen aushalten musste.







Bei Eiseskälte und erbarmungsloser Hitze, bei verfaultem Trockenfutter und abgestandem Wasser. Auf Gitterstäben, zwischen denen seine Pfötchen ständig
hindurchrutschten. 


















Casper  landete plötzlich dort bei diesem Bauern, weil ein kleines Mädchen, das sich doch so sehr ein weisses Zwergkaninchen gewünscht hatte, es nicht mehr wollte. Casper war gewachsen und geschlechtsreif geworden.

Und als richtiger Hasenhalbstarker wurde er eben auch mal ab und zu ruppig. Er biss und kratzte beim Spielen, wenn er nicht als lebende Puppe herhalten wollte. Statt, dass die Mutter des Mädchens, das Häschen verantwortungsvoll zum Tierarzt brachte, um Casper zu kastrieren, sah sich dieser auf einmal ausgesetzt zwischen Masthasen bei einem drittklassigen Bauern, der nicht viel von Sauberkeit und Verantwortung hielt, wieder.

Doch eine rettende Hand erlöste Casper nach eineinhalb Jahren dahinvegetieren aus dieser Hölle und gab ihm ein liebendes Zuhause, einen grossen Garten zum herumhoppeln und Artgenossen, mit denen er sich verständigen konnte. 

So muss ein Häschen leben. Artgerecht, aber an der langen Leine unter Aufsicht. Und nicht als Puppenersatz für verwöhnte kleine Mädchen, die von den Eltern nicht angeleitet werden, welche Bedürfnisse Häschen haben. 



Nun ist der Alptraum für den kleinen Casper endlich vorbei.

Interessiert und neugierig untersucht er sein neues Zuhause. 

Endlich kann er sein Hasenleben geniessen. Er schnuppert hier, mümmelt da, hoppelt hin und her, hinauf und hinunter.




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